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Wie gefährlich sind Vogelspinnen eigentlich?

Vogelspinnen werden als Haustiere immer beliebter und Vogelspinnenhalter findet man in allen Altersklassen und quer durch alle Bevölkerungsschichten. Schüler, Studenten und Hausfrauen findet man genauso unter den Spinnen-Liebhabern, wie Arbeiter, Polizisten, Lehrer, Pädagogen, Ärzte, Banker oder Versicherungsvertreter.

Leider haben Vogelspinnen in Deutschland keinen besonders guten Ruf. Viele Menschen empfinden alleine schon bei dem Gedanken an diese haarigen Achtbeiner eine irrationale Angst und/oder tiefen Ekel. Zahlreiche Horrorfilme und die in der Regel haarsträubende, reißerische und unqualifizierte Berichterstattung in den Medien tut ihr übriges, um den Ruf von diesen interessanten und harmlosen Tieren und nicht zuletzt auch von deren Haltern, nachhaltig zu schädigen und in der Bevölkerung Ängste und Vorurteile zu schüren und zu bestätigen.

Fakt ist jedoch, dass die meisten Vogelspinnen nur ein sehr schwaches Gift besitzen, dass kaum  stärker als dass einer Biene oder Wespe ist. Somit ist bei einem gesunden Menschen, im unwahrscheinlichen Fall eines Bisses, mit keinen ernsthaften, gesundheitlichen Folgen oder bleibenden Schäden  zu rechnen!

Und erst recht sind keinerlei Todesfälle bekannt die auf Vogelspinnen zurückzuführen sind!

Als Spinnen-Halter wird man trotzdem immer wieder mit Diskriminierung und Kriminalisierung seitens von Nachbarn, "Naturschützern", diversen Ämtern, Politikern und Medien konfrontiert.

Umso wichtiger ist es, sich vor der Anschaffung umfassend zu informieren, entsprechende Literatur  und Sachkunde zu erwerben und nicht zuletzt Organisationen und Vereine zu unterstützen, die in der Lage sind Aufklärungs- und Lobbyarbeit zu leisten um Vorurteile, Ängste usw. abzubauen, unsinnige Verbote und Gesetze, wie jüngst in Hessen verabschiedet, zu verhindern oder zu kippen, Rechtssicherheit zu schaffen und eine bundeseinheitliche Regelung für die Haltung von Vogelspinnen zu erwirken.

Eine Mitgliedschaft bei der Deutschen Arachnologischen Gesellschaft oder bei der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde sollte daher für jeden Halter von Vogelspinnen oder anderen Terrarientieren ein absolutes "Muss" sein.


Was sollte man beachten bevor man sich eine Vogelspinne zulegt?


  • 1. Abklären ob alle Familienmitglieder oder Mitbewohner mit dem neuen Haustier einverstanden sind!
  • 2. Gut überlegen, ob man wirklich bereit ist eine langjährige Verantwortung und Verpflichtung zu übernehmen, denn manche Vogelspinnen-Arten können in Gefangenschaft problemlos ein Alter von 30 Jahren erreichen!
  • 3. Wenn man sich für eine spezielle Art entschieden hat, ausreichend über die Haltung und Ansprüche des Tieres informieren!
  • 4. Ein geeignetesTerrarium besorgen, nach den Bedürfnissen der jeweiligen Art entsprechend einrichten und über einige Tage prüfen ob die erforderliche Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw. dauerhaft gewährleistet ist.
  • 5. Spinne erwerben
(Leider machen es viele Leute immer wieder genau anders rum...)

Insbesondere wenn man zur Miete wohnt, sollte man um Ärger und Probleme zu vermeiden, VORHER abklären, ob der Vermieter mit der Haltung von Vogelspinnen einverstanden ist und dies am besten im Mietvertrag schriftlich fixieren! Grundsätzlich hat ein Vermieter zwar kaum eine Chance, gegen die Haltung von einer, oder ein paar Vogelspinne(n)  vorzugehen, aber  der Ärger ist meist vorprogrammiert, wenn  man seine Haustiere verschweigt und der Vermieter dann von Dritten, nachträglich von den "Untermietern" erfährt.

Vogelspinnen sind weder Kuscheltiere die auf die Hand gehören, noch sind sie als Statussymbole oder Prestige-Objekte für Leute mit kleinem Ego geeignet!

Wem es Spaß macht, diese Tiere bei ihrem faszinierenden Verhalten zu beobachten und sich darüber im klaren ist, dass von diesen Tieren, außer beim Beutefang oder vielleicht bei einer Verpaarung, nicht besonders viel "Action" zu erwarten ist, wird an diesen interessanten Tieren sehr viel Freude haben.


Die Vorteile einer Vogelspinne als Haustier liegen klar auf der Hand:


  • Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind vergleichsweise gering
  • Als standorttreue Lauerjäger brauchen  Vogelspinnen nur sehr wenig Platz
  • Vogelspinnen gehören zu den ganz ganz wenigen Tieren die man auch in Gefangenschaft wirklich artgerecht halten kann!
  • Die meisten Vogelspinnen stammen mittlerweile aus Nachzuchten                                     (Keine Wildfänge notwendig!)
  • Vogelspinnen machen keinen Dreck oder Lärm
  • Vogelspinnen riechen/stinken nicht
  • Vogelspinnen haaren nicht die Wohnung voll und machen nichts kaputt
  • Vogelspinnen brauchen keine Streicheleinheiten
  • 1-2 Mal pro Woche füttern ist mehr als ausreichend
  • Vogelspinnen sind sehr anspruchslos und können auch mal längere Zeit ohne Wasser und Futter auskommen. So steht selbst einem 3-wöchigen Urlaub nichts mehr im Wege (Mit welchem Haustier geht das schon!?)
  • Nicht zuletzt sind liebevoll und kreativ eingerichtete Terrarien auch eine wahre Augenweide und ein Blickfang in jedem Wohnzimmer!


Ich selbst halte nun schon seit über 10 Jahren erfolgreich Vogelspinnen. Im Augenblick pflege ich mehr als 50 verschiedene Arten die ich größtenteils auch regelmäßig nachziehe.

Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden NICHT noch eine weitere Seite zu erstellen die im Internet über die "richtige" Haltung von Vogelspinnen philosophiert. Ich denke es gibt mittlerweile mehr als genug (gute) Literatur und Internetseiten die sich mit diesem Thema ausführlich auseinandersetzen!

Für einige Seiten, die ich persönlich sehr gut und hilfreich finde, habe ich auf meiner Homepage diverse Links angelegt. Gerne gebe ich auf Anfrage auch Empfehlungen zu guter Fach-Literatur für Einsteiger und Fortgeschrittene und stehe bei konkreten Fragen oder Problemen mit Rat und Tat zur Seite!

Am besten das Kontakt-Formular verwenden!



Stefan Jendrzej  | birdspiders@gmx.de